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Methoden

Hier gibt es grundsätzliche Informationen über den Aufbau unserer Website

Hier istellen sich die 3 Moderatoren vor und geben allgemeine Informationen zu ihrer Arbeit

Hier gibt es die gesetzlichen Grundlagen zur Kinder- und Jugendbeteiligung: §47f GO, KJHG, Agenda 21 etc.

Hier werden die verschiedenen Moderationsformen und Partizipationsmethoden vorgestellt, wie z.B. Zukunftswerkstätten, Lernwerkstätten, Open Space.

Hier werden vergangene und laufende Projekte vorgestellt, mit der Möglichkeit zum Download von Komplettdokumentationen

Hier sind Sie/Ihr eingeladen im offenen Forum mit uns über Partizipationsmöglichkeiten und -themen zu diskutieren.

Für Anregungen und Buchungen gibt es hier die notwendigen Kontaktinformationen.

Einige Hinweise und Verweise auf andere Sites über Kinder- und Jugenbeteiligung und angrenzende Bereiche.


Moderation   Zukunftswerkstatt   Zukunftskonferenz   Open Space

Moderation

Die Moderation hat eine eigene Geisteshaltung und besteht nicht nur aus technischen Methoden. Diese Geisteshaltung ist die Grundlage, auf der die einzelnen Techniken aufbauen. Philosophie und Methode sind untrennbar miteinander verbunden, denn die Anwendung der Techniken -ohne die betreffende Einstellung zu den Menschen - führt unweigerlich zur Manipulation.

Die Moderation ist eine Form des interaktionellen Lernens und Arbeitens. Ihre Wurzeln liegen in der Pädagogik, Humanistischen Psychologie, Soziologie und Gruppendynamik. Grundlage ist eine spezielle Wertehaltung zu Menschen. Sie findet Ausdruck im demokratischen Arbeitsstil der Gruppe, im verantwortlichen Denken und Handeln des einzelnen und der Akzeptanz gegenüber Andersdenkenden. Ziel der Wertehaltung ist: Humanes Lernen und Arbeiten.

Der Wahlspruch der Moderation lautet: "Aus Betroffenen Beteiligte machen!" Der zentrale Gedanke: Gemeinsames Wissen nutzen und potenzieren. Der Weg ist individuell abgestimmt auf das Ergebnis bzw. Ziel. Die Gruppenzusammensetzung ist offen, damit eine motivierte, reife Zusammenarbeit möglich ist.

Der Moderator versteht sich als Dienstleister der Gruppe. Er erarbeitet mit der Gruppe Spielregeln des eigenen Umgangs. Zentraler Ausgangspunkt dabei ist die Frage: "Wie kommen wir gemeinsam schnell zu brauchbaren Ergebnissen?" Störungen haben demgemäss immer Vorrang, da sie die effektive Arbeit der Gruppe behindern. Die Gruppe zu einer Reife führen, so dass der Moderator sich selbst überflüssig macht und die Gruppe Ihre Aufgaben in Eigenregie weiterführt - das ist das Idealziel.

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Zukunftswerkstatt

Diese Methode stammt aus den 60er Jahren und wurde von dem Zukunftsforscher Robert Jungk erfunden.

Kernpunkt dieser Methode sind 3 zeitlich hintereinander liegende Arbeitsphasen
1. Kritikphase
2. Phantasiephase
3. Umsetzungspase

Zukunftswerkstätten dauern mindestens 1 Tag und sind für Gruppen von 15 bis 30 Personen geeignet, die eine gemeinsame Interessenlage bzw. Motivation haben, in ihrem Lebensumfeld etwas zu verändern z.B. Umgestaltung des Marktplatzes oder eine Jugendgruppe plant ihr neues Jugendzentrum oder ihre neue Skater-Anlage.

Dabei spielt das Alter der TeilnehmerInnen keine große Rolle, es wurden bereits Zukunftswerkstätten mit Kleinkindern aus Kindergärten, aber auch mit BewohnerInnen aus Altenheimen durchgeführt.

Am Abend der Zukunftswerkstatt findet eine öffentlichkeits- und pressewirksame Präsentation statt, auf der allen eingeladenen PolitikerInnen und am Projekt Interessierten die Arbeitsergebnisse mitgeteilt und vorgeführt werden.

Grundbedingung für die 3 Moderatoren ist, dass für das geplante Projekt sowohl finanzielle Mittel bereit stehen als auch eine Akzeptanz bei der Kommune bzw. Institution besteht, in der etwas verändert werden soll.

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Zukunftskonferenz

Der wesentliche Unterschied zu einer Zukunftswerkstatt liegt in darin, dass die TeilnehmerInnen von einem Komitee, das aus Vertretern des Veranstalters und den Moderatoren besteht, aus den jeweiligen Interessengruppen sorgfältig ausgewählt werden.

Außerdem wird eine möglichst hohe Variationsbreite auch in demographischer Hinsicht ( Alter, Geschlecht, Herkunft, Beruf ) angestrebt.

Die Idee besteht darin, "ein gesamtes System" (z.B. ein Dorf) in den Konferenzraum zu holen, um alle Aspekte des Themas ( z.B. Dorferneuerung) für die zielorientierte Arbeit zu gewinnen.

Die Zukunftskonferenz kann mit Gruppen nvon 30 - 100 Personen abgehalten werden, wobei die Untergruppen an den Tischen immer aus 8 Personen bestehen sollte.

Eine ideaele Zukunftskonferenz besteht aus 8 Tischen a 8 Personen = 64 Personen !

Eine Zukunftskonferenz besteht aus 3 Tagen, an denen in gemischten Gruppen folgendes abgehandelt wird

1. Tag: Blick in die Vergangenheit
2. Tag: Gegenwartstrends "Liste von Prouds and Sorries" und Zukunftsszenarios
3. Tag: Gemeinsame Ziele, mögliche Projekte und Projektplanung

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Open Space - das Gesetz der zwei Füße

Open Space ist eine vom Amerikaner Harrison Owen entwickelte Konferenzmethode speziell für größere Gruppen.

Eine Tagesordnung oder Agenda gibt es nicht, sondern es steht lediglich das Motto der Veranstaltung fest, das Spielraum für viele Ideen zulassen muß. Die Veranstaltung wird von der Selbstorganisation, der Entscheidungsfreiheit und der Kreativität der Teilnehmer getragen.

Zu Beginn und Ende der Workshops sammeln sich die Teilnehmer zum Erfahrungs-austausch im Plenum. Jeder Konferenzteilnehmer, der ein Anliegen oder ein Thema hat, das ihm unter den Nägeln brennt, beruft einen Workshop ein, an dem mitarbeiten kann wer möchte. Themen und Zeiten der Workshops hängen zur Orientierung aller Teilnehmer an einem Schwarzen Brett.

In Kleingruppen werden Lösungsvorschläge und Ideen erarbeitet, die protokolliert werden. Wer sich für das Thema nicht mehr interessiert, wechselt den Workshop oder macht ganz einfach eine Pause.

Das Gesetz der zwei Füße ist oberstes Prinzip der Open Space Technology, deren weitere Grundsätze lauten:

1. "Wer auch immer kommt - es sind die richtigen Leute."
Es spielt keine Rolle, wie viele Personen in einen Workshop kommen und welchen Status sie haben. Es zählt nur das Interesse und die gemeinsame Leidenschaft für das Thema.

2. "Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, was geschehen kann."
Es verläuft nicht immer alles so, wie man es erwartet, doch meist sind die ungeplanten Dinge die kreativsten. Gerade das Unkonventionelle erzeugt echte Lernerfahrungen

3. "Es fängt an, wenn die Zeit reif ist."
Geistige Energie richtet sich nicht nach der Uhr - Unpünktlichkeit ist erlaubt.

4. "Vorbei ist vorbei."
Wenn alles Wesentliche schneller besprochen ist, als ursprünglich kalkuliert, lohnt es nicht, gemeinsam die verbleibende Zeit abzusitzen.

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