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Der ideale Schülervertreter

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Hier istellen sich die 3 Moderatoren vor und geben allgemeine Informationen zu ihrer Arbeit

Hier gibt es die gesetzlichen Grundlagen zur Kinder- und Jugendbeteiligung: §47f GO, KJHG, Agenda 21 etc.

Hier werden die verschiedenen Moderationsformen und Partizipationsmethoden vorgestellt, wie z.B. Zukunftswerkstätten, Lernwerkstätten, Open Space.

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Der ideale Schülervertreter,
wir haben ihn...

entworfen.
Leider existiert er (oder sie) nur auf dem Papier, aber wir wissen genau, wie sie (oder er) aussehen soll, welche Eigenschaften er (oder sie) haben sollen und über welche Kenntnisse sie ( oder er) verfügen sollen.
Das Ideal gibt es noch nicht! Gentechnisch soll das heute ja kein Problem mehr sein, aber wir haben einen anderen Weg gewählt: 28 Schülerinnen und Schüler aus dem Schulzentrum Glinde haben sich in einem dreitägigen Seminar "fit für Mitbestimmung" in der Schule gemacht. Unter der Anleitung der drei Moderatoren sowie Barbara Veldten aus Kiel haben Vertreterinnen aus der SV, Klassensprecher und interessierte Nachwuchskräfte sich zu verschiedenen Themen des Schulalltages Gedanken gemacht.

Es gab drei wichtige Themenbereiche:
1. Rechte und Pflichten der SV und der Schulkonferenz
2. Kommunikation und Rhetorik
3. Vertrauen in die eigene Person und in das eigene Handeln.

Schülervertreter

Achtung, da die Mehrheit im Seminar weiblich war, schreibe ich in der weiblichen Form weiter, meine aber immer Jungen und Mädchen!

Gerade die eigene Unsicherheit im Umgang mit sich selbst und anderen, insbesondere unter Stressbedingungen, wurden in mehreren Übungen thematisiert. Ob in spielerischer Form am Abend, wo man sich blind auf seine Partnerin einstellen mußte oder sehr ernsthaft, wenn man vor der Situation stand, vor der gesamten Gruppe einen exotischen Tanz vorführen zu müssen. Dabei war festzustellen, dass sich viele schon etwas entspannen können, wenn sie die Gewißheit haben, das es allen anderen mindestens genauso schlecht geht, wie ihnen selbst.

Es gab weitere Fragen in diesem Projekt:
• Wo liegen eigentlich meine Stärken und meine Schwächen?
• Wie gehe ich damit um?
• Wie schätze ich mich selber ein und wie sehen mich andere?

Diese Fragen sind ausgesprochen spannend und sollen dazu beitragen, sich selbst zunächst so zu akzeptieren, wie man ist. Die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten einsetzen und an den Schwächen arbeiten. Das sind die ersten Schritte zu Selbstsicherheit und Entschlossenheit.

Trotz der vielfältigen Erfahrungen in diesem Seminar blieben einige Wünsche offen bzw. es wurde das Interesse geweckt, einige Themen zu vertiefen. Dazu hat diese Gruppe im Herbst Gelegenheit, wenn das Pilotprojekt fortgesetzt wird.

der ideal Schülervertreter

Ebenfalls an drei Tagen soll ein großer Teil des Wunschzettels abgearbeitet werden:
• mehr Streßübungen,
• mehr Kommunikationstraining,
• mehr Information über Rechte und Pflichten, mehr Vertrauen und...
• mehr Wellness,
denn es gab auch sehr entspannte Einheiten, wo wir viel Spaß hatten und wir es uns gut gehen ließen.

Wir, die Moderatoren, sind in diesem Seminar auf eine aufgeschlossene, fleißige und kreative Gruppe junger Menschen gestoßen, die alle daran interessiert sind, etwas an ihrer Schule zu bewegen, d.h. zu verbessern. Sie haben Lust, neue Dinge auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und scheuen nicht den konstruktiven Dialog mit Eltern, Lehrerinnen und Mitschülerinnen. Sie wollen ernst genommen werden und tun etwas dafür.

Bei diesem Projekt "Fit for Mitbestimmung", das im Rahmen der Demokratiekampagne vom Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie des Landes Schleswig-Holstein gefördert wird, soll die Grundidee der Schulkonferenz aufgegriffen werden. Wenn die drei Parteien, Schülerinnen, Eltern und Lehrerinnen, gleichberechtigt zusammenkommen und kommunizieren sollen, müssen als erstes die Voraussetzung für einen hierarchiefreien Dialog geschaffen werden. Das ist ein Lernprozess für alle Beteiligten. Deshalb werden im nächsten Schritt auch die Lehrerkollegien und Elternvertretungen in dieses Projekt einbezogen.
Aber das ist der nächste Schritt, geplant für den Herbst diesen Jahres, und über den berichten wir, wenn wir ihn erreicht haben.

Euer Matthias!

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