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Selker Noor

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Jugendzeltlager "Selker Noor" entwickelt Visionen

Zwanzig Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren trafen sich im Schloß Noer, um für "Ihr" Zeltlager "Selker Noor" neue Ideen zu erarbeiten. Sie kennen das Jugendzeltlager bei Schleswig, das vom FT Vorwärts Kiel seit über 50 Jahren betrieben wird, schon lange als Teilnehmer, Küchenhelfer oder Betreuungskraft. Sie sind alle von diesem Lager überzeugt, weil es schon jetzt z.B. mit dem Abenteuersport, der Umweltpädagogik und dem Wassersport ein abwechslungsreiches und durchdachtes Angebot für jede Altersgruppe vorhält.

Damit ist das Jugendzeltlager "Selker Noor" in Schleswig Holstein schon etwas Besonderes. Damit das in den nächsten Jahren auch so bleibt, muß man sich heute Gedanken um eine Weiterentwicklung machen.
Unter der Leitung der Moderatoren Angelika Thomsen und Matthias Beck wurde eine Zukunftswerkstatt durchgeführt. Diese beginnt nach einem kurzen Kennenlernen mit einer Meckerphase. Anschließend werden Träume entwickelt, deren Umsetzung sich in der Realisierungsphase in ersten Schritten konkretisieren sollen.
In der Meckerphase wurden die einen oder anderen Konfliktfelder benannt, die bereits in der anschließenden bearbeitet wurden. Auch neue Ideen wurden entwickelt: Relaxen für Kinder und Betreuungskräfte soll durch die Einrichtung von Rückzugsräumen zukünftig besser möglich sein. Die Zelte sollen in einem großen gemeinsamen Rund aufgebaut werden. Ein Badestrand mit Ruhe- und Aktionsflächen wäre wünschenswert, das Bootshaus soll in Wassernähe errichtet werden und zusätzlich zum zentralen Lagerfeuer im Zeltrund soll eine externe Feuerstelle für kleine Gruppen eingerichtet werden. Ein echter Dorn im Auge ist die Parkplatzsituation, hier wird als erstes nach einer Alternative gesucht. Auch bei der baulichen Situation gibt es Wünsche, ob es jedoch jemals gelingen wird, mitten im Wald ein mückenfreies Wasch- und Toilettenhaus einzurichten, bleibt offen. Auch bei den Aktivitäten im Zeltlager gibt es Verbesserungsvorschläge. Bei der Umweltpädagogik muß nach attraktiven Angeboten für alle Altersgruppen in einer ansprechenden Umgebung gesucht werden. Auch die traditionelle Lagerhochzeit ist viel diskutiert worden. Die Gruppe hat Modelle von den wichtigsten Verbesserungsvorschlägen gebaut. Dabei entstand ein "People-port" , eine Art Carport mit Sitzgelegenheiten und Tischen für Gruppen, ein Außenlagerplatz, eine Chill-Out -Zone, und vieles andere mehr.
"Es ist beeindruckend, dass niemand von den Jugendlichen die Einrichtung einer Skaterbahn, eines Internetzuganges oder gar einen Fernseher gefordert hat," stellt Matthias Beck fest, "das spricht für ein hohes Maß an Identifikation mit dem derzeitigen Lagerleben." Zum Abschluß der Zukunftswerkstatt haben die Jugendlichen den Verantwortlichen vom FT Vorwärts Kiel die Ergebnisse vorgestellt. Die Masse und die Qualität hat beeindruckt.
Andrea Stahl, Vorsitzende vom Zeltlagerausschuß, zeigte sich überaus erfreut und versprach, dass diese Vorschläge weiter verfolgt und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Einige Vorschläge decken sich mit denen des Ausschusses und brennen auch dort schon länger unter den Nägeln. Sie versprach, dass die Perspektive der jungen Leute besonders wichtig für die Entwicklung des Lagers ist und dass die zukünftigen Planungen möglichst immer unter Jugend-beteiligung stattfinden soll. Die Maßnahme wurde gefördert vom Ministerium für Justiz, Frauen, Jugend und Familie.

Die Ergebnisse waren beim Tag der offenen Tür am 9. Juni im Selker Noor zu sehen. Auch die erarbeiteten Modelle wurden dort ausgestellt.

 

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